Save-me-Pfalz Kampagne
Die evangelische Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) begrüßt die Bereitschaft der Bundesrepublik Deutschland, Flüchtlinge aus den Nachbarstaaten des Iraks aufzunehmen.
Die europäischen Innenminister haben ein Signal für die Aufnahme von irakischen Flüchtlingen gesetzt. Wichtig für diese Entscheidung der EU-Innenminister waren monatelange Diskussionen auf der Grundlage von Berichten der Unoflüchtlingsorganisation (UNHCR) zur alarmierenden Situation der Irak-Flüchtlinge, vor allem in den Lagern von Syrien und Jordanien. Fast täglich verschlechtert sich die Situation der Menschen dort. Seit Jahren wirbt UNHCR für eine „Neu – Ansiedlung“ von Flüchtlingen (Resettlement), deren Rückkehr in absehbarer Zeit sich nicht verwirklichen lässt.
Die Chance auf die Rückkehr der irakischen Flüchtlinge Minderheiten in den Irak besteht auf absehbare Zeit für einen Großteil von ihnen nicht. Ferner ist nach der Einschätzung der UNHCR eine Integration der Flüchtlinge in die Nachbarstaaten des Irak nicht realisierbar.
Der EU-Bericht spricht von über 65.000 besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen. Dabei handelt es ich um Angehörige im Irak verfolgter Minderheiten, Opfer von Folter, sowie alleinstehende Frauen mit Kindern. Die jetzt getroffene Entscheidung: Heißt in der EU werden 10.000 Flüchtlingen aufgenommen, davon 2.500 Flüchtlinge sollen in der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen werden. Dieses kann nur ein erster Schritt sein, um das Leid der Menschen zu lindern. Für den rheinland-pfälzischen Teil unserer Landeskirche rechnen wir zurzeit mit ca. vierzig Personen.
Als Kirche sehen wir unsere Verpflichtung darin sich für Benachteiligte, Flüchtlinge, Opfer von Gewalt und Krieg in besonderer Weise einzusetzen. So möchten wir Sie, als Christinnen und Christen unserer Landeskirche bitten, sich für eine Patenschaft zur Begleitung der irakischen Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Anders als vor Jahren bei den Flüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien, sollen die Flüchtlinge jetzt einen Aufenthaltstitel erhalten, mit der Perspektive eines Daueraufenthalts. Wir suchen Irak-Patinnen und Irak-Paten, welchen Einzelpersonen und Familien begleiten auf dem Weg bei uns eine neue Heimat zu finden.
Die Koordination und Hilfestellung für die Patinnen und Paten ist beim Ausländer- und Aussiedlerbeauftragte der evangelischen Kirche der Pfalz in Zusammenarbeit mit den Beratungsstellen des Diakonischen Werkes angesiedelt. Die Aktion findet im Rahmen der Save-me-Kampagne statt.
Ausländer- und Aussiedlerbeauftragter der Evangelischen Kirche der Pfalz,
Reinhard Schott,
Speyer, den 15.12.2008
Die europäischen Innenminister haben ein Signal für die Aufnahme von irakischen Flüchtlingen gesetzt. Wichtig für diese Entscheidung der EU-Innenminister waren monatelange Diskussionen auf der Grundlage von Berichten der Unoflüchtlingsorganisation (UNHCR) zur alarmierenden Situation der Irak-Flüchtlinge, vor allem in den Lagern von Syrien und Jordanien. Fast täglich verschlechtert sich die Situation der Menschen dort. Seit Jahren wirbt UNHCR für eine „Neu – Ansiedlung“ von Flüchtlingen (Resettlement), deren Rückkehr in absehbarer Zeit sich nicht verwirklichen lässt.
Die Chance auf die Rückkehr der irakischen Flüchtlinge Minderheiten in den Irak besteht auf absehbare Zeit für einen Großteil von ihnen nicht. Ferner ist nach der Einschätzung der UNHCR eine Integration der Flüchtlinge in die Nachbarstaaten des Irak nicht realisierbar.
Der EU-Bericht spricht von über 65.000 besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen. Dabei handelt es ich um Angehörige im Irak verfolgter Minderheiten, Opfer von Folter, sowie alleinstehende Frauen mit Kindern. Die jetzt getroffene Entscheidung: Heißt in der EU werden 10.000 Flüchtlingen aufgenommen, davon 2.500 Flüchtlinge sollen in der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen werden. Dieses kann nur ein erster Schritt sein, um das Leid der Menschen zu lindern. Für den rheinland-pfälzischen Teil unserer Landeskirche rechnen wir zurzeit mit ca. vierzig Personen.
Als Kirche sehen wir unsere Verpflichtung darin sich für Benachteiligte, Flüchtlinge, Opfer von Gewalt und Krieg in besonderer Weise einzusetzen. So möchten wir Sie, als Christinnen und Christen unserer Landeskirche bitten, sich für eine Patenschaft zur Begleitung der irakischen Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Anders als vor Jahren bei den Flüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien, sollen die Flüchtlinge jetzt einen Aufenthaltstitel erhalten, mit der Perspektive eines Daueraufenthalts. Wir suchen Irak-Patinnen und Irak-Paten, welchen Einzelpersonen und Familien begleiten auf dem Weg bei uns eine neue Heimat zu finden.
Die Koordination und Hilfestellung für die Patinnen und Paten ist beim Ausländer- und Aussiedlerbeauftragte der evangelischen Kirche der Pfalz in Zusammenarbeit mit den Beratungsstellen des Diakonischen Werkes angesiedelt. Die Aktion findet im Rahmen der Save-me-Kampagne statt.
Ausländer- und Aussiedlerbeauftragter der Evangelischen Kirche der Pfalz,
Reinhard Schott,
Speyer, den 15.12.2008

